Im Käfig gefangen
von Ketten umgeben
am Seil gehangen
Wozu noch leben?
Abläufe wie eine Maschine
Tag ein Tag aus
ausgestellt in einer Vitrine
Wie lange hält mich das gläsernd` Haus?
Beweglich wie eine Marionette
gezerrt von hier nach dort
wenn ich die Kraft doch nur hätte
Waum bin ich noch nicht fort?
Ertrunken im eig`nen Blut
erstickt im eig`nen Schleim
röchelnd sprudelt der Sud
Warum kann ich mich nicht befrei`n?
Schmerzlich tiefe Narben versetzt
lähmend ertragen Stich für Stich
das eig`ne Ich zersetzt
- mein Leben zerbricht -
Seelisch gefoltert
gefügig ergehen lassen die Pein
kraftlos stolpernd
Soll das mein eig`nes Ich sein?
Ich lebe
weil ich da raus
mit eig`ner Hand zerschlagen
das gläsernd` Haus!
Ich bin fort
weg vom eingesperrten Sein
der neue Weg
entschieden von mir - allein!
Ich bin froh
mit letzter Kraft
zu mir gefunden
ich hab es geschafft!