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xxDie alte Frau
Geschrieben von pushedxagain am Dienstag, 12. Februar 2008
 Kurzgeschichten „Hier wird nicht gebettelt! Verschwinde und wenn du noch einmal kommst, wird es dir schlecht ergehen!“ Mit diesen Worten jagte die alte Miss Hunter ein junges Mädchen in den Schnee hinaus. Sie hasste Bettler und noch mehr hasste sie deren Kinder. Keiner mochte sie und das war nicht verwunderlich. Sie war gemein, griesgrämig und verbittert, da sie nie einen Freund oder eine Freundin gehabt hatte. Sie hatte zwei Töchter, aber sie hatten sich zerstritten und nun kümmerten sich die beiden nicht mehr um ihre Mutter, obwohl sie verheiratet waren und in großen schönen Häusern in New York wohnten. Da klingelte es schon wieder. Diesmal waren es drei kleine Jungen, im Alter von circa acht Jahren, die zitternd um eine kleine Spende baten. Miss Hunter wurde wütend und schrie die Jungen an. Einer hustete sehr schlimm und sie fuhr ihn an: „Kannst du nicht ruhig sein, wenn ich rede?“ Darauf erwiderte der Junge, dass er eine Lungenentzündung habe und nicht anders könne. „Verschwindet, ich will keine Bakterien in meinem Hause haben! Lasst uns anständige Leute zufrieden ihr Bettler! Ich kann nichts dafür, dass eure Eltern faul und dumm sind!“ schrie die alte Frau. Als einer der Jungen trotzdem noch einmal bat, holte sie einen Knüppel und drohte, sie damit zu schlagen. Da liefen die drei davon. Miss Hunter sah, dass der Junge mit Lungenentzündung zusammenbrach, aber sie schloss die Tür. Kurz darauf läutete es zum dritten Mal. Vor der Tür stand ein kleiner Knabe, der erst vier Jahre alt war und die Frau um etwas zu essen bat. „Ich hatte seit zwei Tagen kein Essen mehr. Bitte, gute Frau geben sie mir etwas!“ stotterte er. Aber Miss Hunter schrie: „ Pack dich oder du bekommst Prügel!“ Als der Bube nochmals bat, versetzte sie ihm eine Ohrfeige. Der Kleine rutschte aus und fiel mit seinem Köpfchen hart auf die Stufen. Er blutete, denn er hatte eine Platzwunde und hätte dringend Hilfe gebraucht. Aber Miss Hunter schlug ihm die Türe erbarmungslos vor der Nase zu. Sie stapfte ärgerlich in ihr Wohnzimmer und setzte sich in den Stuhl, um zu lesen. Es war schon spät, und sie schlief ein. Spät in der Nacht schreckte sie auf und ging in ihr Schlafzimmer. Sie zog ihr Nachthemd an und legte sich nieder. Plötzlich legte sich eine Hand mit langen scharfen Klauen auf ihre Schulter. Sie erstarrte und drehte sich um. Hinter ihr lag ein Kind mit blutverschmiertem Gesicht und langen spitzen Zähnen. Seine Augen waren starr und leer und es krallte sich fest in den Rücken der Alten. Miss Hunter erwachte mit einem Schreckensschrei. Es war nur ein Traum gewesen. Sie war erleichtert und dachte: „Gott sei Dank, es war nur ein böser Traum! Es gibt nichts Schöneres unter der Sonne als das Leben.“ Sie drehte sich auf die andere Seite, um noch ein wenig zu dösen. Dann schrie sie auf, denn dort lag das Kind. Sie rief um Hilfe, während sich die scharfen Krallen des Kindes tief in ihr Fleisch bohrten. Sie versprach dem Kind heulend, dass sie sich bessern würde. Aber das Kind wisperte nur noch lächelnd: „Zu spät

Die alte Frau

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