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xxBallade von der Entstehung des Frustsaufens
Geschrieben von sentinel am Donnerstag, 18. Oktober 2007
 Humor

Liebe Leser, liebe Leserinnen,
liebe Legastheniker, liebe Vortragende;   

vorab nun etwas Text, zur Erläuterung des im Anhang stehenden Wortgemetzels.
Im Grunde genommen findet sich die Erklärung dieses etwas wirren Stapels männlichen Gedankengutes schon darin, dass Mann stets glaubt, immer in der Lage zu sein, jegliche Art vergangener und gegenwärtiger Eskapaden und Exzesse erklären und entschuldigen zu können. - aber mal im Ernst...
Wenn man(n) plötzlich feststellt, dass die Hausbar an Bulimie leidet, seit geraumer Zeit in einem doch schon sehr kritischen Stadium der Magersucht vor sich hin steht, macht man(-n) sich, auch plötzlich, so seine Gedanken. Mann macht sich Gedanken, viel zu viele!, ungeachtet dessen, in welches Kapitel des Lebenslaufs, und in wessen, dieses ‘Problem’ nun hineingehört. Wenn er dann, wider Erwarten, doch mal kein Problem zur Hand haben sollte, spielt die Natur ihm einen Streich. Ein Wunderwerk der Schöpfung, das männliche Großhirn, sendet umgehend ein Signal an die Speicheldrüsen: “Hals trockenlegen!” -ERGO ... Neuer Durst, neue Probleme!
Schauen wir mal, wie das im Einzelnen so aussehen kann...


Vergangenheit und Gegenwart
treffen Mann-chen doppelt hart,
denn geht’s um die Bewältigung,
ist Mann bald im Delirium.
Doch fangen wir am Anfang an:
Man nehme Durst und einen Mann,
etwas Zank und etwas Streit
und ein Stück Vergangenheit.
Wie die Geschicht’ dann weitergeht,
im Folgenden geschrieben steht:

Er ist im Frust, nimmt Alk zu sich,
es ist wie’s ist und lediglich
‘ne Lösung bis zum nächsten Tag,
doch weil Mann über Kater klagt,
geht’s zur Hausbar... nein zu ‘SPAR’,
ist ja doch kein Bier mehr da,
weil Herr Nachbar, selbsteinladend
rüberkam, so für ‘nen Abend.
Links hielt er ‘ne Wodkaflasche,
rechts dann seine Bierholtasche,
prall gefüllt mit gutem Pils.
Ach was soll es, Gott vergelt’s.

Und so wurde losgepichelt,
auch ein wenig ‘rumgestichelt,
über Frauen wurd’ gesprochen,
zuerst fließend, dann gebrochen.
Noch ‘n Wodka, noch ‘n Bier,
jetzt wird’s erst gemütlich hier,
denn mit der Dame seines Herzens
hat Nachbar ‘zwei’ so seine Schmerzen.

Dem Nachbar ‘eins’ wird sofort klar,
dass früher es genauso war,
als er noch Familie hatte,
morgens Küsschen, abends Latte.
Schon fängt’s an im Hirn zu düsen:
“Wie geht es denn den Tränendrüsen?”
“Wie geht es denn der Bierholtasche?”
Nix mehr drinne, keine Flasche!
Nachbar ‘eins’ gibt sich ‘nen Ruck
und holt auch seine Kiste ‘Schluck’,
vierundzwanzig Büchsen, feinster Hopfen,
‘Aldi-Pils’, ein guter Tropfen.

Also weiter, hoch die Tassen,
wollen wir die Weiber lassen,
und so fährt man willig fort,
mit dem leid’gen Thema Sport.
Mann gerät sehr schnell in Rage
bei dem Stichwort Sportlergage.
Wie können die Millionen raffen,
obwohl sie keine Werte schaffen?
Unterhaltungswert im Sportkanal?
Nachbar ‘zwei’, vergiss es mal!
Wie soll unterhaltend sein,
was so abgrundtief gemein?

Währen Sportler Schampus naschen,
sitzen wir mit leeren Taschen
hier bei Billig-Alkohol...
apropo, dann auf dein Wohl.
Und wer ist Schuld an der Misere?
Die Politik, der Club der Leere!
Also ist dann Thema drei
die Politik, und die Regiererei.
Doch dieses Thema ist schnell platt,
weil keiner mehr den Durchblick hat,
und die zweite Stiege Pilsner zeigt,
dass alles sich dem Ende neigt.

Schon hängt man in den Armen sich.
Der Weg zur Tür, schön vorsichtig,
denn den Bluterguss an Stirn und Kinn
kriegt Nachbars Alte besser hin,
wenn er dann eintritt, steif und stolz,
gibt’s gleich paar mit dem Nudelholz.
Doch das ist Nachbar ‘eins’ egal.
Krach nebenan? Schon längst normal!
Und wider dem Gepolter und Geschrei,
schläft Nachbar ‘eins’ ganz friedlich ein.

Gegen zwölf kommt er zu Sinnen.
Sein Schicksal, es kann neu beginnen,
doch die Erinnerung, sie fehlt,
vom Tag zuvor, was man erzählt,
und wie eingangs schon gesagt,
der Tag danach ist Katertag!
Froh erlangen wir die Kunde,
Problem das Erste macht die Runde.
Ihn durchströmt die neue Lust:
“Endlich da, mein alter Frust!”

Eines, das ist völlig klar,
das erste Bier, das gibt’s bei ‘SPAR’!

Ballade von der Entstehung des Frustsaufens

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