
oder...Resümee der Zeit
Das Alter ist ein weiser G’sell,
der nie in Rast verbleibe,
im Resümee stets viel zu schnell,
rückt es dem Mensch zu Leibe.
Es haftet uns auf ewig an,
voll Saat, die es vergeben,
von jenem Tag mit dem's begann,
bis Letztem, den wir leben.
Wie jede Saat hat es ein Korn,
die Spreu ist dem geringe,
weil aus des sichren Schoß erkorn,
es Frucht daraus erbringe.
Es langsam sprießend uns erfüllt,
als ewiger Begleiter,
mit Leid und Heil das Sein umhüllt
und stetig lehrt uns weiter.
Erfahrung ist sein großer Keim,
die Weisheit Frucht und Ende
und siehst, oh Mensch, du dieses ein,
so hat die Angst ein Ende.
Das Alter ist die Kraft zum Sein,
doch braucht es die Erfahrung,
die in Vergangnem nur allein,
bewahrt die Offenbarung.