
oder...Licht und Schatten unseres Lebens
Ein Wesen fliegt ganz unbedacht,
beharrlich, aber immer sacht,
dem vor ihm liegend Sonnenlicht,
entgegen - bis der Schein erlischt.
Und aus zuvor befreitem Schweben,
wird flugs die blanke Angst ums Leben.
Nach oben hin die Wärme fleuchend,
zeigt unten sich die Kälte keuchend,
(im Wettlauf um die kurze Macht),
- dem Wechsel - zwischen Tag und Nacht.
Das Wesen spürt - die Kälte nagen -
an seinen Gliedern – Unbehagen.
So macht sich breit die Lebensnot,
im Wissen um den baldig Tod.
Da just erscheint in schwachem Schimmer,
ein kleiner Lichtschein - fernem Zimmer.
Die Angst vergessend – die erlebt,
das Wesen diesem gegen strebt.
Du fragst „wer jenes fremde Wesen“
von dem du hier durch mich gelesen?
Ich sag’s dir – „Jenes“ - das bist du!
So höre meinen Worten zu:
Das „Sonnenlicht“ - ist letzter Tag,
die „Kälte“ – (die im Dunkeln barg),
ist Lebenszeit die schon verrinnt,
der „Lichterschein“ - was neu beginnt.
Der „Flug im Schweben“ - ist das Handeln,
(im Diesseits Hoffnungs - Firmament)
im „Unbehagen“ - zeigt sich Wandeln
(das Geist von Seel sich langsam trennt).
Gefühle die sich hierin zeigen,
zu den wir Menschen alle neigen,
( bedenke dies in aller Stille ! ),
sind :
Hoffnung - Angst und Lebenswille!
Das „Licht“ - ist Hoffnung die wir trinken,
bevor wir in die Erde sinken.
Das Leben fliegt ins Abendrot,
gen Himmel auf der Flucht vorm Tod,
pausiert im Lebens hellem Schein
und kehrt ins Dunkle danach heim.