
Eine Magd so natürlich fein
ihr Wesen bezaubernd und rein
lief mit ihren nackten Füßen
über Wiesen hinunter zu den Flüssen;
Das Wasser so klar und schimmernd
wirkte bei so machem Kranken lindernd
wenn man sie beruhigte und ihnen gut zusprach
damit die Schmerzen sie nicht so plagten in der Nacht;
Des Magde`s Füße schon ganz wund
ihr zarter Körper geschund`
doch hörte man sie niemals klagen
immer nur was fröhliches sagen;
Eines Tages,als sie an dem Flusse stand
der Wasserkrug glitt durch ihre Hand
sie erschrak so sehr als sie hörte ein Pferdeschnaufen
so dass der Krug zerbrach - er ward nur noch ein Scherbenhaufen;
Sie zitterte am ganzen Leib
"Was ist los,Du holdes Weib?"
ihr Blick senkte sich verschämt
des fremden Mannes Blickes sie sich grämt;
Die Magd zögerte und sprach:
"Ich erschrak,so dass mein Krug zerbrach,
nun kann ich das Wasser nicht bringen
in`s Dorf - wo sie doch so danach ringen";
"Wir brauchen es zum Leben,
doch wie soll ich es Ihnen nun geben?"
und das sonst so engelshafte Lächeln schwand
nur noch Tränen wie kleine Perlen man in ihren Augen fand;
Der Mann von seinem Rosse sprang
vorsichtig ihren Kopf zu heben im gelang
und als er in ihre Augen schaute
er seinen Blicken kaum traute;
Es ward als würd er in die Meere blicken
alle Blumen dieser Erde `gen Himmel schicken
sie festhalten,hoch hinaus in die Wolken tragen
nur ein Traum aus dem er nicht zu erwachen wagt?
Ein Wesen so voller Anmut
ob wohl jemand in ihrem Herzen ruht?
Fernab - nein,er konnt nicht denken
auch sein Betrachten dieses Anltizes nicht abwenden