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xxPauls Weg zur Poesie (Teil1 - sein erster Reim)
Geschrieben von magic am Freitag, 17. November 2006
 Kurzgeschichten Alles begann an einem sehr kalten, noch verschneiten Tag im März. Es stürmte endlos seit 2 Wochen und der Wind pfiff durch die Fenster der Altbauwohnung. Es herrschte eisige Stimmung in den Räumen, so wie all die Jahre vorher schon. Letztlich nicht am Wetter liegend. Ein kleiner aufgeweckter Junge, namens Paul, erfreute sich an den Eisblumen am Fenster, die einen gewissen Glanz bekamen wenn die Sonne darauf schien. Solch ein Kinderlächeln ist unersetzlich auf dieser Welt und selbst von solchen kleinen Naturschauspielen war er fasziniert. Paul liebte die Natur, die Umgebung, es gab doch noch so vieles zu entdecken, zu sehen. Mit seinen kleinen Fingerchen berührte er ganz vorsichtig die Eisblume, die in ihrer Schönheit unermesslich schien. Er war ganz still und lächelte. Ein Aufschrei ließ ihn zusammen zucken. Seine Augen wurden ganz groß, füllten sich mit Angst und sein Lächeln verschwand. Er hat es wieder getan, obwohl es ihm verboten wurde. Seine Mutter war mal wieder böse auf ihn und streng erhob sie den Finger um ihn zu ermahnen. Er liebte doch diese Eisblumen und wollte sie nur spüren. Endlich etwas fühlen, fernab von jeglichem Schmerz der ihn ständig durch die Strenge und Härte seiner Mutter durch bohrte. Warum verstand sie es nicht oder wollte sie es nicht? Paul wollte ihr etwas sagen, doch seine Worte verstummten in seiner Kehle…wieder einmal.
Mit gesenktem Kopf ging er in sein Zimmer.Er ließ die Tür ins Schloss fallen und legte sich auf sein Bett.Sein Köpfchen drückte er in sein weiches Kissen,dass er fest mit seinen zarten Fingern umklammert und lässt seinen Tränen freien Lauf. „Ach mein kleiner Engel“,hörte er leise eine Stimme sagen.Vorsichtig hob er sein Köpfchen aus dem Kissen und mit heißen tränenüberlaufenden roten Augen sah Paul seinen kleinen Teddy an.Der Teddy ist nicht irgendein Teddy,sondern sein Teddy.Der,der ihn beschützt wenn er wieder schlecht geträumt hat,der ihn tröstet wenn er traurig ist und der mit ihm lacht wenn er sich freut.Pauls Teddy kann aber noch viel mehr.Er kann reden.Er hat ein Sprachmodul in seinem kugligen,kuschligem,braunen Bauch.Wenn Paul den Bauch öffnet und auf einen Knopf drückt,nimmt das Sprachmodul auf was Paul sagt und wenn er auf den wieder geschlossenen Bauch drückt,spricht der Teddy nach was Paul gesagt hat. „Ach mein kleiner Engel“,sagte der Teddy wieder,als Paul mit seinem Finger auf den Bauch drückte.Wie sehr er doch liebte,das zu hören.Dabei vergaß er das Schimpfen seiner Mutter und er lächelte wieder.Wenn Paul lacht,zeichen sich an seinen Mundwinkeln kleine Grübchen ab.Er mag seine Grübchen und jedes Mal bewundert er sie beim Waschen im Spiegel. Eines Morgens,als er ins Bad musste um seine Zähne zu putzen und um sich zu waschen,klemmte er seinen Teddy unter den Arm und schlenderte mit ihm ins Bad.Paul stellte sich einen kleinen Hocker an das Waschbecken,damit er sich im Spiegel sehen konnte.Mit 5 Jahren war Paul noch ein wenig zu klein um die Höhe des Spiegels zu erreichen. Er hielt seinen Teddy davor und kicherte,denn es sah im Spiegel so aus als habe der Teddy eine krumme Nase.Er drückte auf den Teddybauch und schon sprach der Teddy wieder:“Ach mein kleiner Engel.“Dann fiel Paul etwas ein.Rasch kletterte er von dem kleinen Hocker runter,setze sich auf den Badboden,öffnete den Bauch vom Teddy,drückte auf den Knopf vom Sprachmodul und sagte:Du bist kein Lausebengel und auch kein Lausebub,Du bist mein kleiner Engel,der sich in mein Herzchen grub. Hach,Paul starrte den Teddy an,nachdem der Teddy seine Worte wiederholte.Man könnte beinah meinen er schaute entsetzt.“Wie komme ich nur auf grub?“,fragte sich Paul.Das Graben kennt er ja.Löcher graben im Sand,sie ausbuddeln mit einer Schippe,so wie im Kindergarten.Aber kann man auch Herzen graben?Dann muss man ja den Bauch aufschneiden so wie bei seinem Teddy.Aber,so dachte sich Paul,sind ja Löcher da um sie wieder zu schließen,das tat er ja im Sandkasten auch immer wieder.Kann im Herzen ein Loch sein und kann man das füllen?Tat ihm sein Herz so weh weil es vielleicht auch ein Loch hatte und schloss es sich immer dann wenn er mit seinem Teddy spielte und so wieder lachen konnte? Genauso überraschte ihn seine gesprochenen Worte.“Es reimt sich ja“,flüsterte Paul leise vor sich hin.Im Kindergarten hat er schon einige Reime gehört,über Max und Moritz.Die mochte Paul so gern und immer wenn die Erzieherinnen diese vorlasen,saß Paul ganz still und leise da und hörte gespannt zu.Aber das ihm selbst mal ein Reim über die Lippen kommt,hätte er nicht gedacht. „Paul,beeile Dich,wir müssen los,“schallte es durch die Wohnung.

Pauls Weg zur Poesie (Teil1 - sein erster Reim)

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