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xx14.Juli 2006
Geschrieben von magic am Mittwoch, 08. November 2006
 Kurzgeschichten Bevor es mit den Zeilen los geht,möchte ich erklären was mich dazu bewegt hat. Es ist keine leichte Situation gewesen und es ist auch keine hoch gepuschte Depression oder sonst was,sondern einfach eine Verzweiflung Arbeit zu finden. Man hat in der Familie einen gewissen Wert,was auch positiv ist,aber das allein reicht eben nicht aus.Da kann es doch nicht schon zu Ende sein im Leben.Man hilft,unterstützt,zeigt,lehrt etc.und ist immer mit dem Herzen dabei,aber es gibt auch immer noch etwas außerhalb,sich selbst zu verwirklichen.Man braucht eine Herausforderung,einen Ausgleich und ein eigenes Stück für sich selbst.Da kann die Familie noch so da sein für einen,es ist nicht das Selbe. Wenn jahrelang nur Steine in den Weg gelegt werden,man diese immer wieder auf`s Neue aus dem Weg zu räumen versucht und auch schon schmerzend über ihnen geht,lässt es einen zunehmend verzweifeln und die Kraft schwindet.Aber nie die Hoffnung und den Ehregeiz,das käme einer Selbstaufgabe gleich! Man sucht nach neuen Wegen,man will da raus und es sind nicht immer die richtigen,aber tatenlos da zu sitzen und zu warten…davon kommt man nicht weiter und umso mehr lässt der eigene Wille nach. Heute,ist es für mich wie ein Wunder.Ich habe sie gefunden oder um es richtig zu sagen…sie hat gar mich gefunden;)Sie macht mir unwahrscheinlich viel Spaß,es ist ein freies arbeiten und ja so manches mal zweifle ich an mir selbst.Aber mit jeder Stunde,mit jedem neuen Arbeitstag,wachse ich an der Sache und damit der eigene Beweis an mir.Eine bessere Anerkennung das man es geschafft hat,kann es nicht geben. Ich fühle mich besser und sehe mich auch wieder anders. Und da die Zeit nicht immer so war,aber ich auch noch ganz genau weiß wie ich mich dabei fühlte,habe ich mich,wenn auch anfangs schwer getan,aber doch entschlossen,diese Zeilen zu veröffentlichen.Es gibt nichts,wofür ich mich da schämen muss,vielleicht wird auch endlich an - und eingesehen das man nicht allein ist mit solch einer Situation und das es auch verstanden wird. Jemand der die Situation nicht kennt,nicht so erlebt hat,kann sich glücklich schätzen,aber er darf dann auch nicht darüber herfallen.
Warum ich ausgerechnet heute das Word Programm öffne,obwohl ich doch diese Gedankenzüge schon lange hege,weiß ich nicht.Vielleicht ist es eine Befreiung oder zumindest der Versuch danach.Es ist still,ich bin allein und selbst wenn die Wohnung wieder gefüllt ist mit Leben,Gesang,Kinderstimmen,lautem Lachen und wildem Getobe,so bin ich doch leer. Diese Leere existiert nicht erst seit Stunden oder Tagen in mir,nein,sie saugt sich schon seit Monaten mehr und mehr durch meinen Körper,meinen Geist.Sie entzieht mir jegliches Sein und von mal zu mal wird es schlimmer.Ich will nicht mehr denken,es macht mir Angst.Ich muss nicht einmal überlegen wie,was und warum ich hier sitze,ob es überhaupt Sinn macht,aber letztlich ist dies auch egal.Ich kann nichts verlieren,nichts was ich nicht schon verloren oder überhaupt besessen habe.Ich weiß nicht was noch kommt,was folgt in meinem Leben und irgendwie ist es manchmal ja auch besser es nicht zu wissen.Nein,ich will es auch momentan gar nicht.Ich muss mich selbst erstmal wieder finden,bevor ich suche.Aber was?Wonach suche ich eigentlich?Man begibt sich immer auf die Suche wenn man etwas vermisst.Ich suche die Ruhe,die Stille,die Einsamkeit.Nicht ständig präsent zu sein.Das macht mir zu schaffen und jeden Tag merke ich wie ich immer mehr versuche auszubrechen.Sei es zu Hause in einer ruhigen Ecke oder draußen in der Natur. Eben sprach ich mit meinem Nachbarn.Er ist krank,sehr krank und allein.Hin und wieder besuchen ihn seine Kinder und seine Pfleger.Eine willkommene Abwechslung für ihn.Er fühlt sich so einam,gerade in den Abendstunden und an den Wochenenden.Er tut mir so leid.Er ist nicht mehr der Jüngste,aber er meistert sein Leben.Es geht immer weiter sagt er.Er zeigte mir sein Geheimversteck für seinen Wohnungsschlüssel.Für den Notfall sagt er,man weiß ja nie und er ist doch allein.Ich hörte seiner fast erstickenden Stimme zu,seine Augen wirkten so hoffnungslos.Er berührte meinen Arm und meinte ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen.Keine Sorgen,diese Worte zerrissen mich beinah.Ich hatte sie schon einmal gehört,vor fast 3 Jahren.Damals nahm ich sie unbekümmert hin,doch diesmal,ja diesmal war es anderst.Wusst ich doch was diese zwei Worte bedeuten können,was sie aussagen,so klang - und bedeutungslos sie auch zum Ausdruck kommen mögen aus dem Munde und dennoch wesentliches dahinter steckt. Mein Nachbar ist gebrechlich,doch gibt er nie auf.Tür an Tür,wir eine Familie,er dort drüben allein.Es vermag für den ein oder anderen Unterschiede dabei geben und doch weiß ich das man auch allein sein kann,auch wenn man Familie hat.Er sehnt sich nach Zweisamkeit,ich nach Einsamkeit,das Gegenteilige besitzt jeweils der andere.Tauschen,ja.Für eine Weile,länger?Ich weiß es nicht.Daran kann ich keinen Gedanken verschwenden und festlegen kann und will ich mich auch nicht. Als mein Nachbar diese Worte sagte und ich ihn heute wohl noch bewusster wahr nahm als sonst,schwirrten noch während unseres Gespräches viele Fragen in meinem Kopf umher.Fragen die ich nicht alle beantworten kann.Vielleicht irgendwann,aber jetzt noch nicht oder auch niemals. Er ist alt,hat einen festen Standpunkt,ist sesshaft geworden,hat ge – und erlebt. Und ich?Ich bin 27 Jahre,stehe noch mitten im Leben und hinterfrage gerade dieses emens. Wo gehe ich hin?Wo stehe ich?Wo will ich hin?Was will ich und vor allem wer bin ich?Was ich bin,das weiß ich.Ehefrau,Mutter,Tochter und Tante.Doch wer steckt dahinter?Jemand der gerade die Brüche heimsucht.Aufbruch,Abbruch,Umbruch.Brüche die für Veränderungen sorgen.Doch sollte man keine Brüche übers Knie brechen und das tu ich weiß Gott nicht. Es ist der Drang nach draußen,ja und der Drang nach Freiheit.Einfach abschalten,den Kopf frei bekommen,einen klaren Gedanken fassen können und nicht eingenommen sein von dem was geschieht.Je freier umso besser und umso klarer kann eine Entscheidung getroffen werden. Denn so wie es ist,kann es nicht weiter gehen. Die Tage verfliegen,die Zeit rinnt und wenn einmal der Damm gebrochen ist,kann man die Fluten nicht mehr aufhalten.Es wäre unmöglich,zumal man nicht halten kann was nicht mehr zu halten ist.Wohin einen der Strom wohl trägt?Lässt man sich einfach mit reißen,schwimmt man dagegen an?Ist man überhaupt noch im Stande darüber nachzudenken?Ich weiß es nicht,noch nicht.Mein Damm hat schon leichte Risse und ich weiß das er zu brechen droht in noch nicht absehbarer Zeit.Immer und immer wieder spiele ich gedanklich mein Handeln durch wenn es soweit ist.Doch ob es einen Nutzen hat kann ich nicht sagen.Die Erfahrung lehrt es mich erst wenn es soweit ist.Man handelt aus der Situation heraus und das dann meist anders als man es sich gedacht,gewünscht oder eben auch abgespielt hat. Ich darf mir nicht weiter darüber den Kopf zermartern.Ich muss es auf mich zukommen lassen und egal wie es ausgeht,ich werde damit leben.Ich tat es so bisher und ich werde es auch weiterhin tun.Ein Falsch gibt es dabei nicht,denn aus jedem gegangenen Weg lernen wir etwas dazu.Es hat alles seine Gründe das es so ist wie es ist,es kommt wie es kommt.Man erkennt nicht immer sofort den Kern darin,weil wir oft genug nur an der Schale entlang gehen.Wohl behutsam die Hülle beschützen immer in der Hoffnung sie möge halten und sich niemals spalten.Die Angst ist groß zu fallen,hart zu fallen,aber wie könnten wir sonst zu Erkenntnissen gelangen wenn wir immer nur darauf bedacht sind sanft durchs Leben schreiten zu wollen.Das ist schier unmöglich,das weiß jeder von uns.Immer nur geradeaus,bloß nicht abzweigen.Was wir haben,haben wir und was ist es uns von Bedeutung ansatzweise auch nur daran zu denken abzubiegen.Wir halten an unseren Werten fest,ja klammern teilweise regelrecht daran und erst wenn wir merken das es da draußen noch weitaus viel mehr gibt und wir auch begreifen das es nicht darauf ankommt wieviel sondern was wir haben,fällt es uns leichter loszulassen und wesentlich freier mit uns und anderen umzugehen. Man lebt nur einmal und das was wir nutzen,erreichen,genießen wollen sollten wir auch anpacken.Die Zeit bleibt niemals stehen.Wie feiner Sand rinnt er durch unsere Hände.Zurück drehen können wir sie nicht.Genauso wenig können wir das aufholen was wir nicht an ihr genutzt haben.Man macht sich keine Gedanken darüber,sehen es nicht als wichtig an,wünschten uns aber oft wir hätten mehr davon.Wofür?Würden wir sie dann anders verbringen,ihr mehr Beachtung schenken? Welchen Wert hat wohl die Zeit?Hat sie überhaupt einen?Nehmen wir sie wahr oder einfach nur hin,weil es eben so ist wie es ist!? Begreifen wir erst dies wenn unsere Zeit abgelaufen ist oder schaffen wir noch rechtzeitig den Absprung?Manchmal glaube ich das man erst wach gerüttelt wird wenn man am Scheideweg steht,bewusst dessen das eine Entscheidung getroffen werden muss.Geradeaus,zurück,links oder rechts.Du siehst Dich nach allen Seiten um.Du weißt was Du hast,eine Abbiegung fällt Dir schwer.Nicht weil Du nicht dazu bereit bist,sondern die Furcht Einzug hält vor neuen noch unbekannten Wegen.Das macht Dir Angst.Warum?Weil Du nicht loslassen kannst,es nicht unter Deiner Kontrolle steht,Du nicht weiß was Dich dort erwartet.Egal ob es schwere oder leichte Schritte waren für Dich bis hierher,wohin Du gehst liegt in Deinen eigenen Händen.Neuem entgegen zu gehen heißt nicht zu verlieren was man zurück lässt oder gar sich selbst,sondern eine Bereicherung dessen was auf uns an Herausforderungen zukommt.Sicherlich ist es schwer,aber was hilft das Klagen wenn man nicht in der Lage ist auch Veränderungen vorzunehmen und wichtiger noch hinter diesen zustehen. Diesen Entschluss kann Dir keiner abnehmen,es ist Dein Leben. Ich schreibe dies nicht um Lektionen zu erteilen,sondern um aufzuzeigen und um zu verstehen.Man fühlt sich in vielen Situationen allein.Man liest einiges,hört darüber doch wo sind sie?Trifft man sie irgendwo?Man kann nicht in die Menschen hineinschauen und vielleicht wohnt man sogar Tür an Tür mit ihnen,ohne es zu wissen,weil diese verschlossen bleiben.Das ist der Kern,den es zu knacken gilt,so schmerzhaft es auch anfangs sein mag und ich glaube jetzt kann man mir folgen welche Beweggründe mich all das niederschreiben lassen,denn dies ist mein Scheideweg.Es wird und muss was passieren!

14.Juli 2006

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