
In jener sternenklaren Nacht
taucht er auf, aus dem Nichts,
diese imposante Erscheinung,
so geheimnisvoll,so unwirklich.
Sein Lodenmantel bewegt sich
leise,verspielt im Sommerwind,
er bewegt sich so geschmeidig
wie eine Raubkatze auf der Jagd.
Du, ein junges Ding aus der Stadt,
schon weit nach Mitternacht, allein
auf dem Heimweg von der Disco
in deine noch elterliche Wohnung.
Dein Herz rast vor innerer Erregung
Gänsehaut läuft über deinen Rücken,
bist ganz erstarrt vor leisem Entsetzen,
vor dir steht er, der Fürst der Vampire.
Willig erduldest du seine heissen Küsse,
verlierst dich in seinen leeren Augen,
er redet leise zu dir, mit Engelszungen,
so lieblich wie der Gesang der Sirenen.
Seinen kraftvollen Biss in deinen Hals,
empfindest du als milden, süßen Schmerz,
gierig trinkt er dein pulsierendes Blut,
sein unstillbarer Durst raubt dir die Sinne.
Er schenkt dir damit das ewige Leben,
macht dich zu seiner Hure der Nacht,
bis daß, ein Pfahl getrieben in dein Herz
dich gnädig aus der Verdammnis erlöst.