
Welch schauriges und doch wohliges Gefühl,
warm und dennoch so kühl,
mich in diesen Gemäuern übermannt,
Doch habe ich deren Wert darin wirklich erkannt?
Es zieht mich immer mehr dort hin,
Ergibt es einen Sinn?
Wo ich doch nie gläubisch war
oder machte ich mich nur äußerlich so rar?
Ich sitze einfach nur da,
nehme kaum etwas um mich herum wahr,
bin wie versteinert und ganz still,
weiß nicht wirklich was ich hier will;
Ist es der Versuch zu verstehn?
Los zu lassen um zu gehn?
Den Schmerz und die Trauer zu bewältigen
oder gar um mich selbst zu behelligen?
Ein Anfang mich selbst (wieder) zu finden?
Die Lasten zu lindern?
Ich meine Sünden beicht`,
mich von alle dem erleicht`?
Ohne das ich mich fürchte,
sitze ich auf der letzten Bank in der Kirche,
immer noch da wie benommen,
nur wenige Menschen sind heut gekommen;
Meine Augen wandern vorsichtig,
hinüber zu jedem einzelndem mit fragendem Blick,
warum sie wohl hier sind,
gestorben ein Mensch,geboren ein Kind?
In ihren zarten Händen gleiten,
Ketten mit Kreuzen und weiten
dabei den Abstand zwischen ihren Fingern,
ohne das sie ihre Gebetsworte verringern;
Ich habe keine Ahnung wie lange,
ich sie beobachte ohne Bange
und ich mich immer wieder hier und da,
schweigend in Kirche und nach Mensch umsah;
Ob es an diesem Ort hier liegt,
der mich beruhigt wiegt,
befreiend fühlen lässt meine Seele
oder ist es die Lockerung der Schlinge um meiner Kehle?
Sag mir Herr,
warum führt es mich gerade jetzt zu Dir?
Ist dies der rechte,richtige Weg
den ich zu gehen heg`?