
oder...Reise mit dem Tod
Wenn meine Zeit gen Ende strebt,
zeigt fremde Kraft wohin es geht.
So alles was ich einst bekommen,
ist dort vergangen und verronnen
und was ich mir – Lebzeit - gebunden,
wird dort als Wert nicht mehr empfunden.
Mein Geist dem Körper sich enthebt,
und fremden Welten gegen schwebt.
Oh Tod sodann empfehl ich dir,
die meinig Seel ganz ohne Zier.
Ergeb mich dir - das ich beginne,
obgleich mein Sein durch dich zerrinne,
ein neues Dasein - fremde Reise,
in göttlich Sphären – still und leise.
Dein kalter Atem mich berührt
und meine Seele mir entführt.
Die himmlisch Macht die in mir lebt,
durch deine Hand zum Himmel strebt.
Begleitend durch ein gleißend Licht,
mein Leben hier auf Erd erlischt,
doch noch zuvor - durchlebt mein Geist,
mein Leben neu - das einst durchreist.
Von Anfang an – ab Mutterleib,
verspür ich Freud - vergangnes Leid -
und so, als wenn es heute sei,
zieht mir Erlebtes neu vorbei.
Ach wie so schnell die Winde weh'n,
seh ich erneut mein Leben geh'n,
doch kaum das ich’s mit dem verglichen -
was ich erlebt – ist’s auch verstrichen.
Verebbt der Lichtschein der mich traf,
ich geb mich hin – dem ewig Schlaf
und kehre ein in fremde Ruh,
nicht Feind – nein Freund – oh Tod bist du.