
Will nicht zum Berge, nein will zum Bach.
Die Wellen heut brausen, sind heut nicht flach.
Tief im Tale, im glänzendem Schatten,
seh ich im Lichte, die schimmernd im matten
verborgene Sehnsucht im rauschendem Nass.
Sie rufen mir zu: "Oh komm doch und fass
dir doch ein Herze zu greifen die Zeit.
Bleib dort nicht stehen, in Einsamkeit.
Ich starre zum Flusse, es hallet mir klar.
Ich spür deine Mächte, ich komme, oh Zarr.
Kann dir nicht entkommen, du ziehst meine Seele,
wenn ich sie nicht gebe, oh bitte, so stehle.
Ich bin angekommen, knie dir zu Füssen.
Zu lange gelebt, beginne zu büssen
Ich will in dir treiben, keinen Halt mehr haben.
Ich will, in dir, mein Bette mir graben.
Will ewig schlafen, ohne Erwachen.
Zu schwimmen in Sehnsucht mich zu entfachen.
Ich greife nach dir, zerrinnst mir im Finger.
Bist mir für ewig mein Schlafensliedsinger.
Ich komme sogleich, warte nur kurz.
Such nach der Stelle für meinen Sturz.
Sie muss doch hier sein, ich weiß es genau,
vor Tagen ertrank hier doch auch eine Frau.
Sie fanden sie bleich, mit leerem Blick,
unten am Ufer, mit blutig Genick.
Doch mein End wird schöner. Ihr findet mich nicht.
Weder noch blutig, noch leerem Gesicht.
Ich stehe jetzt hier,
treck die Arme von mir,
springe mit Herzen, ins Lichte, zu dir.
Umgeben von Kälte, nichts wärmendes mehr,
oh Bache, so geb mir mein Geist wieder her.
Hast mich gefangen, bin in deinem Schoß.
Verpass mir doch endlich den Gnadenstoß.
Du bist nicht erbarmend, treibst mich hinfort.
Hörst mich nicht an und fällst mir ins Wort
mit dein´m Geplätscher und dein´m Gebrauß,
treibst du mir mit Freuden die Lebenslust aus.
Bekomm keinen Atem, kein Zug füllt die Lungen.
Wär ich wohl lieber doch nicht gesprungen.