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xxIschia
Geschrieben von Anette am Dienstag, 16. August 2005
 Erinnerungen (ein Unglück kommt selten allein, oder: der erste Urlaubstag)

Froh fuhren wir, in diesem Jahr, in Urlaub just nach Ischia.
Das Inselparadies im Meer, bei Napoli, gefiel uns sehr.
Doch eh’ die Überfahrt begann fing das Dilemma für uns an.
Denn an der Stelle wo der Bus, zum Einsteigen, nun halten muss,
standen wir in einer Menge und an dem Ort gab’s viel Gedränge.
Die Sonne schien vom Himmel heiß und meinem Gatten rann der Schweiß.
Er griff in seine Hosentaschen und wollt’ ein Taschentuch erhaschen.
Doch alles was er darin fand, war eines Taschendiebes Hand.
Den Schreck verwandelt’ er in Wut, denn so was fand er gar nicht gut.
In ihm erwachte ein Vulkan, sodass entfloh der böse Mann.
Die Überfahrt verlief, zum Glück, ohne jeglich’ Missgeschick.


Auf Ischia bald angekommen, waren wir schon leicht benommen
und nach langem Marsch zu Fuß, erreichten wir noch einen Bus.
Die Fahrt ging hoch in Ischias Berge – Blick zurück ins Tal der Zwerge.
Ein Platz mit Namen San Michele war unsre Aussteighaltestelle.
Mit Koffern und Gepäck behangen sind wir den Rest zu Fuß gegangen.
Doch merkten wir es bald darauf, es ging noch einmal steil bergauf.
In der Wohnung, die man bot, kamen wir in große Not.
Dort ist die Kanalisation ein Wort von Zukunftsvision.
Beim Duschen konnten wir nicht wählen, wird „durften“ uns in Eimer stellen,
und die gesammelte Ration mussten tragen wir davon,
aus der Hintertür hinaus, zum Gulli außerhalb des Haus’.
Ansonsten gab uns bei der Schwüle die Wohnung angenehme Kühle.
Wir konnten sehr oft draußen sitzen ohne auch dabei zu schwitzen.

Der erste Marsch hinab zum Meer fiel uns leider etwas schwer.
Bepackt mit Sonnenschirm und Sitzen, gerieten wir, recht bald, ins Schwitzen.
Nach `ner halben Stunde dann, kamen wir erschöpft dort an.
Ach, wie herrlich war das Nass! So machte uns das Leben Spaß.
Genossen Sonne, Meer und Strand, aßen, Brot verziert mit Sand,
holten uns, bemerkt am Rand, auf den Füßen Sonnenbrand.
Später – warten - mit Verdruss, in praller Sonne auf den Bus.
Da ich recht einfaltsreich ja bin, die Zeit des Wartens zog sich hin,
schwang ich mich, schon etwas sauer, auf eine dicke Straßenmauer
und öffnete, drin bin ich firm, den mitgebrachten Sonnenschirm,
auf dass er sollt bewahren mich vor dem bekannten Sonnenstich.
Auch die vorüber fahrenden Leute zeigten an dem Anblick Freude.
Die Idee fand man wohl gut, erspart sie einen Sonnenhut.

Später schon, in Dämmerstunden, wollten wir sehr gern erkunden
ein wenig vom Touristentreiben, das ich nicht näher möcht’ beschreiben.
Doch das Unglück eilt’ herbei. - Noch heute höre ich den Schrei,
der meiner Schwägerin entfuhr als sie betrat die falsche Spur.
Sogleich man sie am Boden fand und nun schmückt Gips die linke Hand.
Nach Besuch im Krankenhaus zog’s uns, trotzdem, noch nicht nach Haus.
So gingen wir, zum promenieren, am Hafen in dem Ort spazieren.
Mit der Pizza in der Hand ich mich in „Schwulität“ befand.
Denn mein Kreislauf wollt’ in Keller, nur meine Beine waren schneller.

Der erste Tag auf Ischia ganz anders als erholsam war.


Die restlich’, nun verblieb’nen Tage, waren dann, ganz ohne Frage,
nach der Akklimatisierung ohne sonderlich’ Verzierung.
Nennenswert ist eines noch: die Schmerzen in den Waden doch,
die durch Berg rauf und runtergehen an diesen Stellen bald entstehen.
Auch der Hunger vieler Mücken mit ihren raffinierten Tücken.
Sie stachen mich, man glaubt es kaum, sogar durch dicken Hosensaum.
Das passte nicht in meinen Sinn, da ich darauf allergisch bin.
Ich musst zum Arzt, `s war blanker Hohn, bekam `ne Ladung Cortison.

Im Nachhinein ist mit längst klar dass viel zu kurz der Urlaub war.
Vielleicht schreib ich im nächsten Jahr `ne Fortsetzung von „Ischia“….





Ischia

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