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xxAdelheid
Geschrieben von Anette am Samstag, 02. April 2005
 Humor Ich drücke mal auf die Mitleidsdrüse
Herr Keller aus der Glockengasse,
mit Hausnummer einhundertzehn,
saß abends gern auf der Terrasse,
im Liegestuhl, so recht bequem.

Er ließ den Tag Revue passieren
bei einer guten Flasche Wein
und blickte frech, ohne Manieren,
ins Nachbarküchenfenster rein.

Er sah die schöne Adelheid,
begann sie förmlich anzustieren,
mit runden Formen, kurzem Kleid,
herumkriechen auf allen Vieren.

Er starrte auf ihr hint’res Teil
Plötzlich, wie von Sinnen,
und beschloss nach kurzer Weil’,
das Weib hier zu gewinnen.

Schon lang schritt er auf Freiersfüßen,
war sein Lotterleben leid,
wollt’ sich endlich mal versüßen,
mit einer schönen Frau, die Zeit.

Auch träumte er von gutem Essen,
von Frauenhänden zubereitet,
Pommes frites und Döner schnell vergessen
die ihm den Umfang leicht geweitet.

Doch als er sah sein Spiegelbild
erschrak er ziemlich heftig.
Von Fast food Nahrung reich gefüllt,
erschien sein Bauch ihm deftig.

Er dachte an die Adelheid,
mochte sie gern verführen.
Zum Abspecken war er bereit
sowie zum maniküren.

Gestrichen wurden auf dem Plan
Wein, Chips und süße Sachen.
Er machte sich so sofort daran,
ein Sportprogramm zu machen.

Schnelldiät mit nur Gemüse,
reichlich Obst für Wochen, vier,
und für die Adelheid, die Süße,
würd’ er verzichten auch auf Bier.

Danach, so dachte er sich gut,
wollt’ er mit einem Blumenstrauß,
fit und schlank mit heißer Glut,
sie einladen zu sich nach Haus.

Die nächsten Wochen waren hart,
er kam dabei ins Schwitzen,
doch hielt er durch, auf Mannesart,
um Adelheidchen zu besitzen.

Mit Disziplin und viel Verzicht,
ging er die Sache an,
verlor acht Kilo an Gewicht
und hing noch zweie dran.

Nun kam die Stund ’voll Unbehagen,
in der er fragen wollt’ die Adelheid,
ob sie bereit, in allen Tagen,
mit ihm zu teilen Freud und Leid.

Er putzte sich, stolz wie ein Pfau,
an diesem Tag sogar die Zähne,
wählte einen Anzug, blau,
und kämmte seine Mähne.

Mit roten Rosen stand er später
in der Glockengasse hundertneun,
hoffte wie ein Hausvertreter,
dass Adelheid nicht sage: „ Nein“.

Doch als sich öffnete die Pforte
von der Wohnung über’m Keller,
vergaß er seine Liebesworte,
Nachbar Heinz war leider schneller.

Adelheid

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