oder...erkenne deine Wertigkeit
Ein Leben gleicht dem Blatt vom Baum,
von vielen – ist es eines.
Doch ist es fort, du merkst es kaum,
du spürst nur wenn es deines.
Ein jedes Blatt - wenn noch so klein,
ist Teil im weltlich Leben,
und sollt es noch so fremd uns sein,
als Ganzes wird es fehlen.
Der Tod bläst stets mit rauem Wind,
ins Lebensbaum - Geäst,
egal ob Greis – ob kleines Kind,
das Schwächste hält er fest.
Und was zuvor in Blüte lebt,
und sei’s in frühster Runde,
mit seinem Will - es einst vergeht
im Hauch der Todesstunde.
Das Sein ist bildlich hier der Baum,
der Mensch das Blatt im Leben,
ein jedes wertig gleich im Raum,
dem Ganzen still ergeben.
Das Blatt ist Teil im weltlich Ganzen,
gemeinschaftlich gebunden
doch lädt der Tod zum letzten Tanzen,
für ewig es entschwunden.
Und doch der Baum er lebet fort,
wenn auch ein Blatt entrissen,
ein neues Blatt ersetzt am Ort,
das Alte was wir missen.
Das Ganze ist der Kreis des Seins,
seit Urzeit an Beginn,
erkenn das einzig nicht nur deins,
des Lebens wahrer Sinn.