Wolken über Herberts Grab 2
Gedanken nach dem Tod eines Freundes
Aus der Leere, lernt man schätzen,
was im täglich sturen Hetzen,
oft verloren und vergessen:
Zeit für Freundschaft kaum besessen!
Wenn ich mich nach Herbert sehne,
bleibt nur Einsamkeit allein.
Und wenn ich’s mir dann eingestehe,
das ich ohne Freund jetzt schein,
schließe ich ganz schnell die Lieder,
und vergangenes holt mich ein.
Denk an unsre Freundschaft wieder,
„Lebenstrieb“ vertrauter Schein.
Aus der Leere, lernt man schätzen,
was im täglich sturen Hetzen,
oft verloren und vergessen:
Zeit für Freundschaft kaum besessen!
Erinnerung die ewig bleibt,
Freundschaft der so lang vertraut,
hilft mir über diese Zeit,
bis die Trauer abgebaut.
Ja er fehlt mir- fehlt als Halt,
ja ich suche- die Gestallt,
ja ich irre in den Weiten,
der Erinnerungsgezeiten.
Aus der Leere, lernt man schätzen,
was im täglich sturen Hetzen,
oft verloren und vergessen:
Zeit für Freundschaft kaum besessen!
Nein; es bringt ihn nicht zurück,
doch es hilft mir oft ein Stück,
in der Leere der Gefühle,
die ich ohne ihn verspüre.
Freundschaft kann man nicht beschreiben,
schätzen oft erst, durch Erleiden
- des Verlustes - der sich zeigt-
wenn Freundschaft sich dem Ende neigt.
Aus der Leere, lernt man schätzen,
was im täglich sturen Hetzen,
oft verloren und vergessen,
Zeit für Freundschaft kaum besessen!