Poeten-Treff
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Autor Thema: Wie schreibt Ihr?  (Gelesen 2497 mal)
BitStreamer
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« am: 07.12.2006 - 14:32:42 »

Ich bin neulich im Gespräch mit einem Freund darauf gekommen - wie schreibt man eigentlich ein Gedicht? Mich interessieren nicht die stilistischen Mittel sondern eher:

• "Schreibt" Ihr es im Kopf vor?
• benutzt Ihr Stift (wenn ja, welchen) und Papier oder nutzt Ihr den Computer?
• Nehmt Ihr Euch ein Thema vor oder verlaßt Ihr Euch eher auf spontane Einfälle?

Ich selbst nutze Papier eigentlich kaum noch - die meisten Sachen entstehen bei mir am Computer. Trotzdem kann ich mich nicht einfach hinsetzen nach dem Motto „So, nun schreibe ich ein Gedicht.“ Meistens ist es ein spontaner Einfall. Wenn mich etwas beschäftigt oder fasziniert oder wenn es mir extrem gut / extrem schlecht geht, dann habe ich Ideen, dann muß ich geradezu schreiben.

Wie ist das bei Euch?
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„Die derbsten Fallstricke der Welt sind aus Unterröcken gewunden.“ (Friedrich Nietzsche)
magic
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« Antworten #1 am: 07.12.2006 - 15:50:38 »

Anfangs habe ich auf Papier mit Kuli geschrieben.Die Zettel stapelten sich jedoch emens hoch,weil ich entweder teilweise umgeschrieben oder zig mal neu angefangen habe.
Seitdem mache ich Word auf und wenn mir was nicht passt mehr,ist es ja rasch gelöscht oder umgeschrieben Wink
Ich nehme mir ganz selten ein Thema vor.Es fogt bei mir sehr spontan.Wenn mir eine Sache jedoch nicht aus dem Kopf geht,brauche ich erstens dabei wirklich lange um die passenden Worte umzusetzen und auch nieder zu schreiben.Da kann ich nicht sofort darauf anspringen und es sofort umsetzen.So ist es auch bei Sachen die ich mit Gedichten verarbeite.Es fällt mir manchmal schwerer das in Worten umzusetzen,als wenn es für mich fiktiv ist.Wenn mir beispielsweise jemand vom Schicksalschlag erzählt,kann ich es sehr gut nach empfinden.......egal um was es dabei geht,das reinversetzen,das emotionale etc. ist vorhanden und dann auch rasche Zeilen.Betrifft es aber mich selbst in solch einer Situation,fällt mir die Umsetzung schwer.
Mancmal spuken tausende Ideen im Kopf rum,dann fange ich auch manchmal an,aber was raus kommt wird dann wieder gesplittet,weil es dann in verschiedene Richtungen geht  c
Nachts,ist es mir auch schon passiert,das auf einmal Wörter,Zeilen,Reime durch den Kopf schossen,obwohl ich nicht mal darüber nach gedacht habe.Entweder raffe ich mich wiklich nochmal auf um es dann aber rasch auf`s Papier zu kritzeln um es ja nicht zu vergessen,oder ich bin einfach damit eingeschlafen und nächsten Tag waren sie immer noch da oben drin,ja und dann schau ich ob daraus was machbar ist oder nicht.

Es kommt so wie bei Dir auch immer darauf an,wie man zurecht ist,ob es einem richtig gut geht,schlecht oder was hier so im eigenen Umfeld passiert.
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Lache nie über jemanden der Schritte rückwärts geht,er könnte Anlauf nehmen!
firestarter
Puhbärchen
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« Antworten #2 am: 07.12.2006 - 20:51:08 »

Ich als "Puhbärchen" der Seite bin eigentlich nicht der große Schreiberling - aber, WENN, dann schreibe ich frei Schnauze einfach so aus mir heraus Smiley
Das kann mal bei ner SMS sein, oder auch mal in einer E-Mail - wenn es kommt, dann kommt es halt Smiley

Stefan

btw - BitStreamer : Welcome 2 the Forum Smiley
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Teufel_mc_Chicken
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« Antworten #3 am: 07.12.2006 - 21:03:42 »

Also ich schreibe dann wenn mir etwas einfällt, ich tue dann im Kopf natürlich schon formulieren aber wirklich Spielen mit den Wörtern kann man erst, wenn sie dann auf einen Blatt sind, bzw. vor mir auf dem Rechner.

Ich schreibe meistens erst Manuell mit einen Stift (egal welcher), ab und zu aber auch auf dem Rechner mit open office
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andromeda
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« Antworten #4 am: 11.12.2006 - 07:07:57 »

Mein Hauptideensammler ist ein Notizbuch. Das habe ich immer in meiner Handtasche. Dort schreibe ich alles rein, was mir so begegnet und einfällt. Manchmal nur ein Wort oder ein Satz, manchmal ein ganzes Gedicht. Das ist insofern ganz praktisch, weil man es wirklich überall hin mitnehmen kann, sogar in die Badewanne  Cheesy. Mein liebstes Schreibgerät ist ein Füller, danach kommen Bleistifte. Kuli mag ich nicht so.

Die meisten Ideen habe ich kurz vor dem Einschlafen, jedoch verschwinden sie genau so schnell wie sie kommen auch wieder, weil ich zu faul zum Aufstehen bin. (Wir haben keine Nachttischlampen.)

Formulierungen teste ich im Kopf vor, ehe ich sie aufschreibe. Trotzdem gibt es von einem Text immer noch zig Varianten bis ich damit wirklich zufrieden bin. Manche Texte müssen auch lange ruhen, ehe ich mich nocheinmal damit befasse.

In letzter Zeit habe ich auch häufiger den PC (Word) genutzt vor allem bei Gedichten in bestimmter Form wie Sonett etc. Da nehme ich mir auch schon mal ein bestimmtes Thema vor. Das Herbstgedicht auf der Startseite meiner Homepage ist zum Beispiel so entstanden.

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Cigarette
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« Antworten #5 am: 03.02.2007 - 13:49:23 »

Bei mir ist es unterschiedlich. Mal schreibe ich am PC, mal im Notizbuch. Auf der einen Seite sprudeln meine Gedanken einfach so heraus, oder ich behalte eine gewisse Struktur bei, wenn ich eine richtige Idee im Kopf entwickelt habe.
Falls ich mit Hand schreibe, dann mit jedweden Schreibuntensilien (Pinsel und Kohlestift mal ausgeschlossen  Wink  )
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Enja
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« Antworten #6 am: 09.02.2007 - 15:59:29 »

Also ich hab eigentlich überall wo ich bin (z. B. bei mir zuhause, bei meinem Schatz, auf Arbeit, in sämtlichen Handtaschen, aber auch im Auto, im Spind vom Fitness-Center oder im Pferdestall) meine Notizblöcke herum liegen! So kann ich immer und jeder Zeit meine Gedanken aufschreiben und kann zu fast jeder Zeit an jedem Ort meine Einfälle zu Papier bringen!

Wenn ich Gedichte unter Druck schreiben muss, kann ich sie meistens gar nicht leiden! Weil die bestehen Gedichte immernoch die sind, die von Herzen kommen!

Ich habe auch schon versucht, am PC zu schreiben, doch irgendwie fühl ich mich so gefangen, wenn ich auf nem Stuhl sitzen muss und nicht z.B. im Heu liegen kann. =oD
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