Poeten-Treff
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Autor Thema: Emsdetten  (Gelesen 6336 mal)
firestarter
Puhbärchen
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« am: 21.11.2006 - 19:57:52 »

Nein, ich möchte keine neue Plattform anbieten um über Online Spiele zu streiten.
Ich möchte mal eine Diskussion auf anderer Ebene starten.
Wer gestern oder heute versucht hat etwas über den Amokläufer im Internet zu erfahren, der hat schnell gemerkt, dass überall von Zensur gesprochen/geschrieben wird.
Und genau da ist meine Frage an Euch:

Was denkt Ihr:
  • ist es richtig, den Abschiedsbrief und alle Spuren von Bastian zu verwischen und zu löschen ?
  • sollte man nicht besser seinen Text als Diskussionsgrundlage nehmen ?
[/b]

Nur ein kleiner Hinweis am Rande - mit ein wenig suchen wird man noch immer fündig : http://www.keinmensch.de/ oder auf Anfrage bei mir.

Stefan

[Editiert am 21/11/2006 von Stefan]

[Editiert am 21/11/2006 von Stefan]
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Seagull
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« Antworten #1 am: 22.11.2006 - 07:31:52 »

Nein, ich finde es nicht richtig, das die "Spuren" verwischt oder gelöscht werden.
Habe heute morgen schon Nachrichten gehört / geschaut, wo darüber berichtet wurde.

Ich habe mir Deinen Link angeschaut, und durchgelesen.
Deswegen finde ich es noch interessanter, das eine Diskussion darüber aufkommt, ob diese
"Baller-Spiele" (wie sie so schön genannt werden) verboten werden sollen.


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Geordi
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« Antworten #2 am: 22.11.2006 - 13:01:09 »

Warum sollte das gemacht werden? Schnell totschweigen - wegwischen - auslöschen?
Ist es nicht vielmehr sinnvoller daraus zu lernen?

Einige Dinge, die er geschrieben hat sind WAHR (Konsumterror etc.). Wie er damit umgeht, ist etwas anderes.
Killerspiele verbieten? Wie schwachsinnig ist das denn? Da wird wieder eine Hetzjagd der Medien betrieben - unglaublich. Wer eine derartige Gewaltbereitschaft hat, der lacht doch nur über die Spiele, die meiner Meinung nach niemanden verleiten soetwas zu veranstalten.
Und wenn man sie verbietet, wird der Reiz umso grösser, sie besitzen zu wollen.


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Teufel_mc_Chicken
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« Antworten #3 am: 22.11.2006 - 14:32:25 »

ich weiß auch nicht was das soll, warum hier Spuren verwischt werden, die vielleicht wichtig sind um etwas zu verstehen. Sicher war es krank was er gemacht hat und ist nicht zu Entschuldigen, aber vielleicht hätte auch der Text dazu beitragen können, dass man an diesem Zustand etwas ändern kann, das man den sozialen Druck an den Schulen vielleicht endlich erkennt und daran mal etwas ändert, das man den Schülern beibringt das man niemanden ausschließen braucht, auch wenn man ihn nicht leiden kann und sowas halt.

Aber nein, man geht hin löscht alles und fühlt sich dann anscheinend besser. Bleibt nur die Frage ob man durch diese Löschaktionen etwas wieder rückgängig machen kann, ob man dadurch den Schaden den er angerichtet hat, wieder reparieren kann, ich glaube nicht und darum halte ich auch überhaupt nichts von diesen Löschaktionen.
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firestarter
Puhbärchen
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« Antworten #4 am: 22.11.2006 - 19:22:04 »

Ja genau, was ihr schreibt ist was ich meine.
Warum wird da wild gelöscht?
Ist es nicht besser in Schulen, mit Jugendlichen darüber zu sprechen? Wie kommt es zu solchen Verzweiflungstaten und was können wir alle dafür oder besser dagegen tun.
Stattdessen wird wild drauflos zensiert - sorry, so sieht es meiner Meinung nach aus - und Seitens der Politik kommen irgendwelche Ideen, dass man Egoshooter verbieten sollte.
Verbote machen nur interessant!
Und die Ursache ist damit auch nicht behoben - in keinster Weise.  c
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Teufel_mc_Chicken
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« Antworten #5 am: 22.11.2006 - 20:44:08 »

Genau das Denke ich auch, man sollte die Schuld nicht immer auf diese Spiele schieben, die von Millionen gespielt werden, sondern mal schauen, warum der Junge so geworden ist. Welcher soziale Druck auf ihn gelastet hat, ob er in der Schule Aussenseiter war und als dieser gemobbt wurde und ob er dem ganzen Markenklamotten-Druck ausgesetzt war und sowas. Vielleicht sollte man hier mal mit der Ursachen Forschung beginnen und nicht bei irgendwelchen Spielen. Es ist viel gefährlicher aus einer Klassengemeinschaft ausgegrenzt zu werden, als so ein kleines Ballerspiel zu spielen. Es ist sehr viel Brutaler wenn man der Sündenbock für alles in der Klasse ist und das kann auch sehr viel mehr kaputt machen, viel mehr, als es so ein Spiel kann.
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firestarter
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« Antworten #6 am: 22.11.2006 - 21:24:50 »

  Einwurf (Thema Spiele/Egoshooter[ES])

Wenn jeder ES-Spieler Amokläufer wäre - dann sollte man sie verbieten!

Aber ist auch jeder Autofahrer ein Mörderm, nur weil bei Unfällen menschen sterben?

Ist jeder Raucher ein Mörder, weil Nichtraucher an Lungenkrebs sterben?

Ist jeder Amerikaner einMörder, weil die US-Armee auf den Irak schießt?

...
denkt drüber nach
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Seagull
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« Antworten #7 am: 22.11.2006 - 21:33:56 »


Ich finde es ehrlich gesagt viel zu simpel, wegen Spiele so ein "tanz" zu machen.
Ist es da nicht viel erschreckender, das man so einfach an eine Waffe kommt !?

Zitat
Ist jeder Raucher ein Mörder, weil Nichtraucher an Lungenkrebs sterben?

Oooh!
Was wäre wenn es in Deutschland keine Raucher mehr geben würde!?
Würde es dann eine "Nichtrauchersteuer" geben?
*obacht ! IRONIE*
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Teufel_mc_Chicken
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« Antworten #8 am: 22.11.2006 - 21:54:42 »

ohoh hör nur auf mit Steuern, sonst verbieten die die Spiele nicht sondern erheben Steuern drauf für die Krankenkassen ;-) (Ironie)
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Teufel_mc_Chicken
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« Antworten #9 am: 22.11.2006 - 23:33:05 »

 http://www.literaturcafe.de/bf.htm?/neues.php?action=show&id=591

Den Link habe ich eben entdeckt, lest es euch mal durch und bildet euch mal eure Meinung darüber, ich finde das einfach nur Klasse  Wink  
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firestarter
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« Antworten #10 am: 25.11.2006 - 12:21:03 »

Hi teufelchen,
vielen Dank für den Link - vor allem wenn man den "alten" Artikel liest, der dort verlinkt ist, wird einem klar, dass die Politik und Medien mal wieder total am Ziel vorbei schießen - wie so oft Smiley
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Teufel_mc_Chicken
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« Antworten #11 am: 25.11.2006 - 16:32:50 »

Ich fand das auch sehr Interessant und besonderst zeigt das mal auf, was man eigentlich alles verbieten müsste, wenn es denn eine Verbotswelle geben sollte
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firestarter
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« Antworten #12 am: 25.11.2006 - 19:42:27 »

Ich finde an Deinem Link und der Weiterführung vor allem spannend, dass es mal wirklich "von oben" betrachtet wird und man halt beschreibt, wie es früher war und heute ist.
Früher hat man die Bücher und Autoren verdächtigt. Heute sind es die neuen Medien.
Was kommt morgen?

Niemals wird aber nach den wirklich ursachen geforscht und vor allem, nie wird aufgeklärt oder darüber wirklich gesprochen...

Wenn ich (nun bin ich doch bei SPielen, obwohl ich es nicht wollte) dann sehe, was die Direktorin von meinem Sohn in der Schule für einen Dünnsinn verzapft, dann bekomme ich das grausen.
Es gibt einen Rundbrief mit dem Fazit: "Lasst das spielen von Egoshootern und Kriegsspielen - das ist nicht gut für Euch".
In welcher Welt lebt diese Frau?Huh?

Ich muss mal anmerken, dass ich selbst von solchen Spielen nicht viel halte - aber das ist eine Grundsatzfrage bei mir - denn ich spiele generell nur noch sehr selten am PC, da ich einfach weiß, dass spannende, interessante Spiele einem die Zeit rauben - und das kann ich mir einfach nicht leisten Smiley

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Teufel_mc_Chicken
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« Antworten #13 am: 11.12.2006 - 13:52:24 »

http://img402.imageshack.us/img402/2586/amokformularkopiekm8.jpg

Der Link wurde eben in nem Chat gepostet. Ich bin ehrlich, ich finde es auch lustig, aber auch darüber sollte man vielleicht diskutieren.
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andromeda
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« Antworten #14 am: 11.12.2006 - 15:03:48 »

Mit den Spielen gehts mir wie Stefan. Ich selbst spiele selten, wenn überhaupt dann nur etwas, was schnell geht wie Skat oder Doppelkopf, Kniffel etc. Zeitmangel zum einen, fehlendes Interesse zum anderen. Da lese ich doch lieber ein gutes Buch.

Ich finde wie jede Pauschalierung wirkt diese ANTISpielehysterie auf denkende Menschen, die sich ein Urteil selbst bilden und zwar aus allen Informationquellen, die ihnen zur Verfügung stehen gepaart mit Lebenserfahrung und gesundem Menschenverstand eher grotesk und ist gleichzeitig Zeichen der Hilflosigkeit der heutigen Gesellschaft, Probleme von der Wurzel anzugehen und nach gangbaren Lösungen zu suchen.

In der gesamten heutigen Gesellschaft ist es doch üblich, ein Pflaster auf die Wunde zu kleben, anstatt den Stolperstein zu entfernen, wegen dem sie entstanden ist. Das fängt bei den Krankenkassen an, die Vorsorgeuntersuchungen nicht bezahlen dafür aber die teure Krebsbehandlung, wenn die Menschen aus Geldmangel, sich eine Vorsorgeuntersuchung nicht leisten konnten oder wollten. Und es zieht sich, wenn man mal genau hinschaut, über alle weiteren Bereiche unseres Lebens.

So wäre es aus meiner Sicht nun grundverkehrt, diesen Menschen und seine Beweggründe totzuschweigen. Viel besser fände ich es, diesen Brief als Grundlage einer intensiven Diskussion an den Schulen zu verwenden. In diesen Diskussion sollte es allerdings nicht hauptsächlich um das Verbot der Spiele gehen sondern um die Einstellung der Jugendlichen, ihre Vorstellung vom Leben, ihre Perspektiven, Wünsche, Träume, Ängste, Wut und Frustrationen. Kinder und Jugendliche haben in diesem Land keine Lobby und wir (wir als Gesellschaft die Politik eingeschlossen) sollten lernen, die Jugendlichen ernst zu nehmen.

Die geposteten Links zeigen auch sehr deutlich, dass Gewalt nicht nur ein Thema der heutigen Zeit ist. Gewalt gab es schon immer. Wie brutal war doch die Folter im Mittelalter usw.... Gewalt gehört zu unserem Leben, die Darstellung allein bewirkt sicher nicht, dass jemand gewalttätig wird.

Das Formular finde ich etwas makaber;  als Satiere in etwas anderer Form fände ich es besser in Bezug der Ereignisse der letzten paar Tage.



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