Da spielt man nichtsahnend ein Flötenstück (siehe unten) von einem Herrn Faber - findet es wunderschön und dann stellte ich fest, dass es diesen Menschen anscheinend gar nicht gegeben hat.
Das ist das einzige, was ich gefunden habe. Ist doch mysteriös, oder?
Hat jemand vielleicht noch eine Idee, wo und wie man an Informationen über ihn kommen kann? Google spuckt nur das aus (und ich habe LANGE gesucht)
Wie es aussieht ist Johann Christoph Faber (Parties sur les Fleut à 3) ein Pseudonym des Literaten und Dichters Christian Reuter - *1), der 1665 in Kütten bei Zörbig geboren wurde und vermutlich 1712 in Berlin gestorben ist. Dieser hat 1696 ein Werk geschrieben, welches für diese Zeit zu frech und zu modern erschien. Er verscherzte es sich aus diesem Grund an allen Universitäten in Deutschland und schrieb und textete fortan unter anderen Namen.
Es ist lediglich dieses Werk für Blockflöten von ihm bekannt. Er gab J.C. Faber auch eine Identität. Er soll angeblich in Oettingen (ca. 1660 – 1720) gelebt haben und war ein angesehener Pfarrer.
*1)
Christian Reuter
Getauft 9.10.1665 in Kütten bei Halle; gestorben wahrscheinlich nach 1712.
Reuter entstammte einer Bauernfamilie. Er besuchte das Domgymnasium in Merseburg und bezog mit 23 Jahren die Universität Leipzig, um Jura zu studieren. Wegen erster literarischer Arbeiten, die Anspielungen auf Leipziger Lebensumstände enthielten, kam es zu gerichtlichen Klagen; Reuter wurde zuerst zu Karzer verurteilt, dann zeitweise relegiert und schließlich auf Lebenszeit von der Universität verwiesen. Ab 1700 lebte er als Sekretär des Kammerherrn Rudolf Gottlob von Seyfferditz in Dresden, aber auch hier verscherzte er sich die Gunst durch eine literarische Arbeit. Ab 1703 war er in Berlin als Gelegenheitsdichter am Hof König Friedrichs I.; nach 1711 gibt es keinen Hinweis mehr auf ihn.
Quelle:
http://lexikon.freenet.de/Christian_Reuter[Editiert am 20/8/2005 von Geordi]